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der Weg ins Kloster: Liebe ist Hingabe

Handyanrufe und e-Mails durchweben den Erdenraum. Zählen wir noch die inneren Stimmen und Neigungen dazu, so stehen wir inmitten eines einzigen Beziehungsknäuels. Hat da die Stimme Gottes noch eine Chance? Sie fragt nicht, ob ja oder nein. Sie hofft einfach, gibt nicht auf und sucht immer neu den Weg ins menschliche Herz hinein. Man merkt es in der Stille, manchmal auch bei einer Bergwanderung oder am See, und oft im Leiden, im Gebet und während der Heiligen Messe, wenn der Priester am Altar steht und unter seinen Händen sich Brot und Wein zu Leib und Blut Christi wandeln. Gott tröstet, mahnt und weckt uns, und immer ruft er uns zur Ganzhingabe in den Fusstapfen Jesu. Wenn man den Weckruf Gottes mit JA beantwortet, kann es sein, dass einen der Weg nach und nach ins Kloster führt. Man spürt, dass man die bisherigen Alltagsgewohnheiten aufgeben muss, ja sogar aufgeben will. Es mag manche Überwindung kosten und doch drängt es den Menschen zu einem radikalen Gesinnungswandel. Was wichtig war, verliert seinen Glanz und man möchte:

• bleiben dürfen statt mobil sein zu müssen
• Demut lernen statt Ehrgeiz und Selbstbehauptung
• Geduld statt Zorn, der alles kaputt macht
• gehorsam sein statt autonom (und allein)
• eine gemeinsame Ordnung befolgen statt spontan zu handeln
• arbeiten ohne statt mit Bezahlung
• Disziplin statt Entspannung
• Bescheidenheit statt Überfluss
• Keuschheit statt sexuelle Freizügigkeit
• zölibatäres Leben statt Familie
• schweigen können statt alles zerreden zu wollen
• Zurückhaltung im Essen und Trinken statt Masslosigkeit
• früh aufzustehen statt lange zu schlafen
• früh ins Bett statt auf Partys zu gehen.

Wer all dies losgelassen hat und den Eintritt ins Kloster wagt, hat die Hände frei um zu empfangen:

• die Nähe Gottes im Gebet
• die Gemeinschaft mit Christus
• Liturgie, die den ganzen Tag umspannt
• Anschluss an eine bewährte geistliche Tradition
• Klarheit über Ziele und Wege
• Verständnis und Unterstützung durch gleichgesinnte Schwestern (oder Brüder)
• kontemplative Atmosphäre
• Chancen innerlich wachsen und reifen zu können.

In unserem Kloster umfasst der Weg bis zur vollen Eingliederung diese Schritte:

Unverbindliches Kennenlernen:

Die Frau, die auf der Suche nach ihrer Berufung ist, nimmt mit der verantwortlichen Schwester unverbindlich den Kontakt auf. In persönlichen Gesprächen versuchen sie zu klären, ob das Ordensleben in Frage kommt.

Postulat:

Die Interessentin lebt etwa ein Jahr mit den Schwestern und lernt näher den klösterlichen Alltag und oft auch besser sich selber kennen.

Einkleidung und Noviziat:

Die Kandidatin empfängt in der sogenannten "Einkleidung" das Ordenskleid und den Ordensnamen. Während zwei Probejahren, die man "Noviziat" nennt, lernt sie unter der Führung der verantwortlichen Schwester die geistlichen und historischen Grundlagen des Ordenslebens kennen.

Zeitliche Profess:

Die junge Schwester legt für drei Jahre diese der benediktinischen Tradition eigenen Gelübde ab: Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam. Sie lernt Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen.

Feierliche Profess:

Die Schwester weiht ihr ganzes Leben der Suche nach Gott in unserer konkreten Gemeinschaft.

 

Das Wagnis eingehen:

Möchten Sie sich auf das Abenteuer einlassen?
Dann können Sie gerne mit Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Kontakt aufnehmen.